Leuchtdioden
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Light@Night: Leuchtdioden

Leuchtdioden

Leuchtdioden (auch LED genannt) sind heute das Beleuchtungsmittel der Wahl auf der Modellbahn. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Lebensdauer aus, sind damit wartungsfrei, haben einen hohen Wirkungsgrad bei einem relativ niedrigen Stromverbrauch und sind leicht zu verarbeiten. Nachteilig ist die Tatsache, das sie in der Regel einen Vorwiderstand zur Begrenzung des Stromes benötigen. Dafür lassen sich aber auch mehrere Leuchtdioden hintereinander in Reihe schalten. Ein weiterer Nachteil gegenüber einer Glühbirne könnte die fehlende Rundumabstrahlung sein. Eine Leuchtdiode hat meist einen Abstrahlwinkel zwischen 30° und 160°.

Drei Grundtypen von Leuchtdioden werden heute unterschieden: die „normalen“ Leuchtdioden, sogenannte „Low Power“ Leuchtdioden und „superhelle“ Leuchtdioden. All diese Typen gibt es in verschiedenen Bauformen und Farben. Sie sind bei Elektronikversendern (Reichelt, Segor, Conrad, etc.) in großer Auswahl und preiswert lieferbar.


Verschiedene LED


Die folgende Tabelle fasst diese Typen zusammen. Die Werte für Spannung und Strom sind Durchschnittswerte, die Sie mit den tatsächlichen Angaben der Lieferanten vergleichen sollten.

LED TypGrößen (mm)FarbenStrom (mA)
Normal2, 3, 5, 10rot, grün, gelb (orange) blau, weiß10-30 mA
Low Power3, 5rot, grün, gelb2 mA
Superhell3, 5rot, grün, gelb, blau, weiß20-30 mA


Daneben gibt es eine Vielzahl an Miniatur- LED bis zu einer minimalen Baugröße von 1mm. Diese sind meist in sogenannter SMD- Technik ausgeführt und für die Bestückung mit einem Automaten vorgesehen. Mit ein wenig Übung (und einem entsprechenden Lötkolben) lassen sie sich aber auch sehr gut von Hand verarbeiten. Meistens verwendet man dann dünnen Kupferlackdraht für die Anschlussdrähte.

Leuchtdioden eigenen sich für fast alle Beleuchtungsarten und Effekte auf der Modellbahn. Insbesondere auch für die Häuserbeleuchtung, bei der man dann eher einzelne Fenster mit je einer LED bestückt, für Blinklichter und Lichterketten, für Blitzlichter, Schweißlicht und andere Effekte bei denen es auf schnelles Flackern des Lichtes ankommt. Weniger gut geeignet sind Sie dagegen für langsames Dimmen wie es zum Beispiel bei Scheinwerfern oder Gaslaternen vorkommt.

Für die Hausbeleuchtung sind weiße LEDs ungeeignet. Das würde im Dunkeln so wirken, als wären im benachbarten Elektromarkt Solarien im Sonderangebot gewesen. Verwenden Sie besser die Farben 'Sunny White' oder 'Golden White'. Sie entsprechen Tageslicht- und Kunstlicht- Weiß. Man kann weiße LEDs auch mit Lampenlack nach behandeln oder je eine weiße und gelbe LED kombinieren (mit je einen Vorwiderstand).

Vorsicht bei superhellen weißen und blauen LEDs: Nicht direkt ins Licht sehen, da wegen des Anteils an Laserlicht die Augen geschädigt werden können.



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