Hausbeleuchtungen
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Light@Night: Hausbeleuchtungen

In einem Wohngebiet werden die ersten Fenster schon vor dem Beginn der Abenddämmerung erleuchtet sein. Je nach Einrichtung oder schattenspendenden Bäumen oder Nachbargebäuden kann es nämlich in einigen Zimmern schon recht früh dunkel sein. Nach und nach schalten dann auch die anderen Familienmitglieder das Licht ein. Auf dem Höhepunkt, das dürfte die Zeit vom Beginn der Dunkelheit bis um ca. 23 Uhr sein, sind Wohnungen und Häuser hell erleuchtet. Aber natürlich nicht an allen Fenstern, schließlich hat ein Haus ja Räume und nicht jeder Raum ist erleuchtet. So wird das Licht zunächst im Wohnzimmer, der Küche, den Fluren und den Kinderzimmern an sein. Insgesamt werden in einen normalen Wohnhaus, egal ob Ein- Familienhaus oder mehrstöckiges Miethaus so zwischen 20 und 70% aller Fenster erleuchtet sein. Ist es Zeit zum schlafen, werden immer mehr Zimmer dunkel und für eine Zeit werden Schlafzimmer erleuchtet sein. Und wo werden die meisten Menschen ihre Schlafzimmer eingerichtet haben? Zur Straßenseite hin? In eine bestimmte Himmelsrichtung?

Ab 23 Uhr wird es in der Wohnstraße also allmählich dunkler. Dabei ist es übrigens egal, ob es sich um eine ländliche Wohngegend handelt oder um eine Großstadt. Lediglich am Wochenende dürfte ein Großstädter ein etwas längeres Nachtleben genießen.

So zwischen 2 Uhr und 5 Uhr morgens sind dann fast alle Häuser dunkel. Nur ein paar wenige „Nachtarbeiter“ kommen jetzt noch von einer Party, einem Besuch oder der Arbeit nach Hause. Viel Licht werden sie wohl nicht mehr machen. Ab 5 Uhr, mindestens aber vor Beginn der Morgendämmerung, kommt aber wieder Leben in die Häuser. Erste Preiserlein müssen aufstehen und zur Arbeit. Ihr Besitzer wartet bestimmt schon sehnsüchtig auf frische Croissants oder die Morgenzeitung ...

Schon aus diesen Erläuterungen ist klar, das man nicht einfach mal so ein Glühbirne in ein Haus „einstecken“ kann. Falls sich in der Bodenplatte Ihrer Minihäuser also ein kreisrundes Loch zum einklemmen einer Glühbirne mit Plastiksockel befindet, die Sie bei den Häuserherstellern im Katalog finden, und die so schön praktisch erscheinen – vergessen Sie es !!!!

Für einen einigermaßen realistischen Eindruck müssen wir schon etwas mehr Aufwand betreiben. Zunächst einmal muss dafür Sorge getragen werden, das kein Licht von innen durch die Plastikteile oder Klebestellen dringt. Das kann man mindestens auf drei verschiedene Arten erreichen:

  • Einbau einer Innenhülle aus nahtlos verklebtem, schwarzen Karton
  • Ausmalen mit einer schwarzen, bitumenartigen Masse (Baumarkt, Autozubehör)
  • Einbau von kleinen Gehäusen direkt vor die zu beleuchtenden Fenster

Selbstverständlich prüft man den Erfolg der Maßnahmen vor Einbau auf die Anlage, oder ?

Bei mehrstöckigen Häusern ist man meist geneigt, für jede Etage einen Karton einzuziehen. Das reicht aber für Wohngebäude nicht aus, denn schließlich sind nicht alle Fenster gleichzeitig erleuchtet und wenn sie es wären, dann könnte man von außen erkennen, das es gar keine Wände gibt. Nicht (niemals) beleuchtete Fenster sollte man also besser abdunkeln und wegen des optisch korrekten Eindrucks mit Gardinen versehen. Übrigens Gardinen: während man in ländlichen Wohngebieten eher nicht auf Gardinen vor den Fenstern verzichtet, entscheidet sich dies in der Stadt meist durch die Inneneinrichtung einer Wohnung. So findet man dort öfters Fenster ohne von außen sichtbare Gardinen oder Vorhänge. Aber Vorsicht: jetzt kann zumindest der Betrachter Ihrer Anlage in das Haus hineinsehen. Es braucht dann also Fußboden, Wände oder gar Möbel und Personen.

Sicher haben Sie noch weitere persönliche Beobachtungen gemacht oder andere Wünsche an die Hausbeleuchtung. Nur zu, wichtig ist nur, das es einigermaßen realistisch ist.

In der Summe kommen dann für ein einzelstehendes Wohnhaus zwischen 2 und 10 Lichtpunkte zusammen. In einem mehrstöckigen Haus sind es schnell mal so zwischen 10 und 40 Lichtpunkten. Wiederstehen Sie übrigens der Versuchung, mehrere Lichtpunkte eines Hauses an gemeinsame Ausgänge eines Lichtsteuermoduls zu schließen. In der Praxis kommt es sehr, sehr selten vor, das zufällig im 1.und im 2. Stock das Licht gleichzeitig einschaltet – von Treppenhäusern mal abgesehen. Eine solche „Unregelmäßigkeit“ wird, weil in der Wirklichkeit nicht zu beobachten, sofort im Unterbewusstsein registriert. Wenn man schon Lichtpunkte zusammenfasst, dann bitte von Nachbargebäuden oder nicht gleichzeitig einsehbaren Fenstern.

Obwohl sich wohl in jedem Haushalt wenigstens ein Fernsehgerät befinden dürfte, sollten Perfektionisten der Versuchung widerstehen, die entsprechenden Lichtpunkte flächendeckend zu installieren. Zu unruhig wirkt dann das Gesamtbild. Wenn Sie nachts durch die Straßen eines Wohngebietes gehen, dann werden Sie auch nur gelegentlich das Flimmern eines Fernsehgerätes bemerken, oder?

Dazu gehören auch:


Welche Typen sind für Hausbeleuchtungen geeignet ?

Da sind zunächst einmal die meist verwendeten Typen „Glühbirne“ und „Hauslicht“. Glühbirnen werden einfach zu den konfigurierten Schaltzeiten ein- oder ausgeschaltet. Das Hauslicht verhält sich etwas anders: sowohl das Ein- wie auch das Ausschalten eines Lichtpunktes wird um eine zufällig gewählte Verzögerung von 5 bis 20 Sekunden verzögert. Das erleichtert die Konfiguration von Schaltzeiten in Wohnhäusern enorm. Denn obwohl man zum Beispiel für alle Wohnhäuser einer Straße die Schaltzeiten mit nur einer Schaltgruppe festgelegt hat, gehen die Lichter doch überall zu unterschiedlichen Zeiten an und aus. Ganz wie in der Wirklichkeit.

Des weiteren ist sicher auch der Typ „Neonlampe“ gebräuchlich. Nicht jeder Zeitgenosse legt Wert auf eine gemütliche Beleuchtung und so findet man nicht selten Neonröhren in Küchen, Fluren und anderen Zimmern. Zumindest aber in einer Garage sind sie regelmäßig anzutreffen.

Sehr gut eignet sich auch der Typ „Zufall“. Bei ihm wird das Licht zufällig innerhalb bestimmter, variabler Schaltzeiten umgeschaltet. So kann man einen Teil der Lichtpunkte für Hausbeleuchtungen auf „Zufall“ stellen und Sie dann mittels einer einzigen Schaltgruppe von der Abenddämmerung bis zum Morgen einschalten lassen. Trotzdem wird immer wieder ein unregelmäßiger Lichterwechsel stattfinden.

Fehlen noch die sporadisch und gezielt einsetzbaren Lichteffekte. Dazu zählt mit Sicherheit der „Fernseher“. Er besitzt gleich 3 Ausgänge. Folglich benötigt man auch 3 verschiedene Lampen für einen Fernseher. In der Regel wird es sich dabei um rot, grün und blau handeln. Statt grün oder blau ließe sich auch gelb oder weiß verwenden. Durch das nächtliche Kunstlicht mit niedriger Frequenz erscheint ein weißer Fernsehschirm eher blau. Darum sollten Sie besser nicht auf Blau bzw. Weiß verzichten. Für eine echte Wirkung sind LED übrigens besser geeignet als Glühbirnen.

An einer oder zwei Stellen Ihrer Anlage findet vielleicht gerade eine Feier statt. Darum ist es auch möglich, das man in einem Haus gelegentlich das Blitzlicht eines Fotoapparates wahrnehmen kann. Aber bitte: weniger ist mehr. Es sei denn, es handelt sich um einen Massenauflauf von Superstars, denen Heerscharen von Fotografen folgen oder um eine Modenschau oder um den „professionellen“ Dreh im Schlafzimmer des Nachbarhauses oder um ...

Und zu guter Letzt soll nicht unerwähnt bleiben, das manche Menschen mit offenem Feuer in Haus oder Wohnung hantieren. Nein, keine Pyromanen, sondern Besitzer eines gemütlichen Kamins. Auch hier gilt, das ein solcher Effekt nur an wenigen Stellen eingesetzt werden sollte. Der Typ „Feuer“ in verwendet einen Lichtpunkt. Für ein realistisches Kaminfeuer sollten 2 farbige Glühlampen (rot und gelb) an zwei Ausgänge angeschlossen werden.

LichttypArbeitsweiseAusgänge
GlühbirneEinfaches Ein- und Ausschalten eines Ausgangs.1
HauslichtVerzögert das Schalten zufallsbedingt um einige Sekunden. Dadurch wird trotz gleicher Schaltzeiten z.B. die Beleuchtungen alle Häuser einer Straße zu unterschiedlichen Zeiten ein- oder ausschalten.1
Haus, ZimmerSchaltet zufällig ein oder aus. Die Schaltzeit variiert bei jedem Schaltvorgang. Dies ermöglicht die einfache Konfiguration von Wohnhäusern.1
Haus FlurSchaltet zufällig ein oder aus. Die Einschaltzeit ist jedoch deutlich kürzer als die Auszeit. Dies ermöglicht die einfache Konfiguration von Fluren und Treppenhäusern.1
NeonlampeZunächst zufälliges, unregelmäßiges Flackern beim Einschalten. Bleibt dann eingeschaltet. Z.B. für Küchen oder Garagen geeignet.1
ZufallSchaltet rein zufallsgesteuert mit voreinstellbaren minimalen und maximalen Pausen ein und aus.1
FernseherDrei Ausgänge für rot, grün und blau erzeugen zufällige und ständig wechselnde Farb-, Blink- und Flackereffekte wie bei einem Fernsehgerät. Licht sollte möglichst indirekt sichtbar sein.3
BlitzlichtFoto- Blitzlicht. Simuliert einen Fotoapparat, dessen Blitzlicht gelegentlich geht. Pausenzeit wird jedes Mal per Zufall ermittelt.1
FeuerSimuliert ein offenes Feuer durch Erzeugen eines unregelmäßigen Flackern. Für beste Ergebnisse zwei Ausgänge mit Glühbirnen verwenden.1


Typische Schaltgruppen


NameZeitenVerwendung
Haus118:00-23:00Licht in Häusern
Haus221:00-01:00Licht in Häusern
Treppenhaus19:00-23:00Temporäres Licht in Treppenhäusern. Wirkt am besten mit Lichttyp Lichttyp 'Haus Flur' oder 'Zufall’
Tagsüber09:00-17:00Schaltet z.B. Zufallslicht oder Fotoblitz
Fernseher20:00-23:30Die bunte Welt der Verdummung...


Zu dieser Seite haben beigesteuert: Andrea Hinz14739 Punkte  .
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