Beschreibung und Konfiguration von Durchrutschwegen
Drucken

D-Weg

Die Bezeichnung D-Weg ist die Abkürzung für Durchrutschweg. Dabei handelt es sich um hinter einem Signal liegende Streckenabschnitte, die den maximalen Weg festlegen, den ein Zug zurücklegt, wenn er an einem Halt zeigenden Signal vorbeifährt und zwangsgebremst wird.

Die Länge kann variieren und hängt von den Streckengegebenheiten, Signalen und Geschwindigkeiten ab. Es gibt auch verkürzte Durchrutschwege oder sie fehlen ganz.


Beispiel D-Weg an einem Einfahrtsignal



Beispiel D-Weg in einem Bahnhof


Auf der Modellbahn sind sie, nicht zuletzt wegen der beengten Platzverhältnisse, eher unüblich.

D-Weg Reservierung mit Railware

(Ab Version 7.02)
Völlig unabhängig von Sicherheitswegen und zusätzlichen Meldern kann Railware sehr einfach bei Bremsvorgängen einen zusätzlichen D-Weg reservieren. Dazu wird an jedem gewünschten Zuganzeiger optional das Kennzeichen "Durchrutschweg" aktiviert.

Dann wird die Zugsteuerung bei der Reservierung eines Gleisabschnittes zu einem Zuganzeiger an den der Zug halten soll, und nur dann, einen weiteren Abschnitt reservieren. Dabei wird irgendein freier Zuganzeiger gesucht, auch wenn dieser normalerweise durch die Zuglenkung verboten wäre. Nur wenn dieser weitere Abschnitt auch reserviert werden kann, fährt der Zug weiter und bremst im Ziel ab. Beim Auflösen der Fahrstraße wird auch der D-Weg mit aufgelöst.


Zug hat Reservierung in Bahnhofsgleis und folgendem D-Weg


Ist die Reservierung eines D-Weges nicht möglich, dann kann der Zug auch nicht zum Ziel fahren und wird sofort angehalten. Bei diesem Beispiel vor der Bahnhofseinfahrt.

Im obigen Beispiel ist die D-Weg Option am Zuganzeiger des Bahnhofsgleise aktiviert worden. Der Zug kann ins Bahnhofsgleis einfahren und dann anhalten. Wäre kein D-Weg möglich gewesen, wäre er bereits vor der Einfahrt angehalten worden.


Zug hält im Bahnhof an



Fahrstraße und D-Weg werden wieder freigegeben


Weil die Verwendung von D-Wegen temporär zur Blockierung von Weichenfeldern führt und die Zugfrequenz sinkt, sollte sie mit bedacht eingesetzt werden. In der Regel wird sie an Zuganzeigern in kleinen Bahnhöfen mit kurzen Gleisen verwendet oder an besonders neuralgischen Punkten.

Hinweise:
  • Bei Verbundgleisen ist die D-Weg Einstellung wirkungslos.
  • Bei Blockabschnitten oder ausserhalb von Bahnhöfen sind sie eher störend.

"Echter" D-Weg auf der Modellbahn

Das hier beschriebene Verfahren ist für Modellbahnen unüblich und wird nur der Vollständigkeit halber beschrieben.

Aufbau des Gleises und der Melder:
Will man einen echten D-Weg verwenden, dann muss man zwischen einem Signal und der ersten Weiche einen Gleisabschnitt frei halten und ihn mit einem eigenen Rückmelder versehen.


Lage eines Rückmelders für den D-Weg


Weil dieser Abschnitt hinter dem Signal liegen würde, kann er nicht für die Bremsmethoden "Stoppmelder sanft" oder "Stoppmelder sofort" verwendet werden!

Konfiguration in Railware:
Der Melder eines D-Weges wird als Stoppmelder am Signal konfiguriert. Soll ein Zug halten, wird er normal abgebremst. Fährt er dann zu weit und löst den D-Weg aus, wird ein Nothalt nach der in der Lokverwaltung eingestellten Methode (meist Stufe 0) gemacht und eine Meldung ins Betriebslogbuch eingetragen.

Die folgende Einstellung bewirkt die Anzeige des D-Weg Melders direkt am Signalsysmbol. Für den betrieblichen Ablauf hat das keine Folgen.


D-Weg wird als normaler Belegtmelder angezeigt


Hier ist der D-Weg Melder als Stoppmelder im Signalsysmbol eingetragen. In diesem Fall wird der Zug bei einer Auslösung zwangsgebremst.


D-Weg wird als Stoppmelder angezeigt und kann bei Auslösung zum Nothalt führen



Siehe auch: [ Zugsteuerung ] [ Bahnhöfe konfigurieren ] [ Bremsmethode ] [ Stoppmelder? ]


Zu dieser Seite haben beigesteuert: Nicole Steffensky184 Punkte  und Railware Team5973 Punkte  .
Page last modified on Montag 16 Januar, 2012 17:39CET by Nicole Steffensky184 Punkte .
Der Inhalt dieser Seite unterliegt folgenden Lizenzbestimmungen: Copyright.

Suche

in: