Railware Wiki

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Erstes Gleisbild

Schritt für Schritt Anleitung zur Inbetriebnahme eines Gleisbildes drucken

Das erste Gleisbild

Im Folgenden soll Schritt für Schritt eine kleine Modellbahnanlage in Betrieb genommen werden. Die in Railware gebräuchlichen "Wichtige Begriffe" sollten Ihnen bekannt sein. Außerdem sollten Sie wissen, wie Rück- oder Belegtmelder standardkonform in einer Modellbahn einzubauen sind. Sie lernen das prinzipielle Vorgehen bei der Konfiguration Ihrer Modellbahn. Mit ein wenig Übung können Sie später selbsttätig andere Betriebsabläufe einstellen. In diesem Beispiel wird NICHT auf alle Möglichkeiten der Konfiguration eingegangen. Selbstverständlich wird kein fertiges
Gleisbildarchiv mitgeliefert – Sie wollen dies ja selbst können ...

Auf die Ansteuerung der Signale wurde hier bewusst verzichtet. Sie sind nur als "virtuelle Signale" im Gleisbild wichtig; nicht jedoch auf der Anlage. Lesen Sie dazu später die Dokumentation über die Signalsteuerung.

Es handelt sich um eine zweigleisige Ringstrecke mit einem kleinen Bahnhof und einem Schattenbahnhof für eine Richtung. Im zweiten Teil fädelt sich eine kleine eingleisige Nebenbahn aus. Es wird automatischer Zugbetrieb eingerichtet, um alle Möglichkeiten zu zeigen. Selbstverständlich kann jeder in weiten Teilen davon abweichen. In der Regel sind lediglich einige Eigenschaften wegzulassen oder abzuändern.


Das erste Gleisbild


Wenn Sie dieses Beispiel praktisch nachbauen möchten, müssen Sie die Fragen der Programmoptionen für diese Anlage korrekt beantworten und den Maßstab einstellen. Legen Sie vor Beginn ein Archiv Ihrer bisherigen Arbeit an.

Gleisbild erstellen

  • Wählen Sie "Neues Gleisbild erstellen ..." und geben Sie einen kurzen, aber sinnvollen Namen ein.
  • Positionieren Sie sich das neue leere Gleisbildfenster so hin, wie es später erscheinen soll.
  • Starten Sie im Menü unter "Design" und "Gleisbild" den Teil "Symbole". Es öffnet sich ein schmales Fenster mit den möglichen Symbolen. Zum Einfügen von Symbolen klicken Sie auf das gewünschte Symbol. Es bekommt einen roten Rahmen.
  • Klicken Sie nun auf die gewünschte Stelle im Gleisbild. Es wird eingefügt. Durch erneutes Klicken auf das eingefügte Symbol ändert sich die Ausrichtung.
  • Zum Löschen eines Symbols betätigen Sie die "Entf"-Taste. Es wird das jeweils aktive, rot markierte Symbol des Gleisbilds gelöscht.


Die Grundsymbole


Erstellen sie nacheinander alle Symbole. Am besten beginnt man mit den Zuganzeigern. Jeder Gleisabschnitt bekommt einen Zuganzeiger. Danach fügen Sie die Signale und Weichen ein. Zum Schluss verbinden Sie alles mit den geraden oder gebogenen Gleissymbolen. Verzichten Sie auf unnötige "Schnörkel" und "Kurven". Zeichnen Sie so einfach und übersichtlich wie möglich. Stilisieren Sie das Gleisbild so weit als möglich. Die angezeigten Gleisverbindungen müssen exakt wie auf der Anlage dargestellt sein. Es darf keine Weichen oder Gleise geben, die nicht im Gleisbild angezeigt werden. Schließen sie Gleisstummel mit dem Prellbocksymbol ab.

  • Schließen Sie zum Abschluss das Designfenster durch Betätigen von "Esc" oder Mausklick.

Sie sollten nun ein Gleisbild haben, das in etwa dem folgenden Bild entspricht.


Das erste Railware Gleisbild


Machen Sie erst dann mit der Konfiguration weiter, wenn Sie mit dem optischen Aussehen des Gleisbildes zufrieden sind. Jetzt sind Änderungen noch sehr schnell und einfach durchführbar.

Alle weiteren Einstellungen werden im Designer vorgenommen. Starten Sie ihn durch "Design", "Gleisbild" und "Eigenschaften" .... Dadurch wird das Gleisbild etwas nach rechts verschoben und am linken Rand wird eine Baumstruktur sichtbar.

Zum Ändern von Eigenschaften muss ein Symbol angeklickt werden. Es bekommt einen roten Rahmen und die bereits aktiven Eigenschaften werden angezeigt.


Der Designer


Bei den Zuganzeigern haben wir daneben Signale gesetzt. Jeder Zuganzeiger sollte wissen, ob ihm Signale zugeordnet sind. Dies müssen wir den Zuganzeigern mitteilen. Dazu ändern wir im Bereich "Symbole" den "Zuganzeiger Typ".

  1. Klicken Sie auf einen betroffenen Zuganzeiger.
  2. Aktivieren Sie "Symbol" und tragen bei "Zuganzeiger Typ" entweder "Signal rechts", "links", "oben", "unten", "links&rechts" oder "oben&unten" ein.
  3. Betätigen Sie die Speichertaste.
  4. Wiederholen Sie die obigen Schritte 1 bis 3 für alle betroffenen Zuganzeiger und speichern Sie jede einzelne Änderung entsprechend Punkt 3 ab.

Einstellung des Zuganzeiger Typ



Digitaladressen


Nun tragen Sie die Digitaladressen aller Weichen ein.

  1. Klicken Sie auf eine Weiche.
  2. Wählen Sie im Designer "Digitaladressen" und "1. Adresse".
  3. Geben Sie die Digitaladresse ein.
  4. Betätigen Sie die Speichertaste.
  5. Klicken Sie nochmals auf die Weiche. Sie sollte nun hörbar umschalten. Falls nicht, klicken Sie erneut. Vermutlich hatte die Weiche bereits diese Stellung.
  6. Falls im Gleisbild eine Rechtsweichesymbol gesetzt ist, sich auf der Anlage aber eine Linksweiche befindet (oder umgekehrt), können Sie dies durch aktivieren von "Links/Rechts getauscht" kennzeichnen.
  7. Falls die Stellung der Weiche auf der Anlage nicht mit der im Gleisbild angezeigten Stellung übereinstimmt, klicken Sie auf "Tauschen". Dies vertauscht die beiden Stellbefehle elektronisch.
  8. Wiederholen Sie die obigen Schritte 1 bis 7 bis alle Weichen eine Adresse haben und geprüft sind.


Rückmelder


Jetzt tragen Sie die Rückmelderadressen für alle Gleisabschnitte in die Zuganzeiger ein. Die Belegung der Weichenfelder wird nicht zurückgemeldet.

  1. Klicken Sie auf einen Zuganzeiger
  2. Wählen Sie im Designer "Rückmelder" und "Gleis besetzt".
  3. Tragen Sie in die Felder "Baustein" und "Anschluss" jeweils die Adresse des Bausteins und die Anschlussnummer des Eingangs ein.
  4. Aktivieren Sie "Nachbarsymbole". Dadurch strahlt die Belegtmeldung im Gleisbild aus.
  5. Betätigen Sie die rote Speichertaste.
  6. Wiederholen Sie die obigen Schritte 1 bis 5 für alle anderen Zuganzeiger.



Schließen Sie den Designer durch Klick auf das schwarze Kreuz.

Nun geben wir allen Weichen und Signalen eine Grundstellung. Dafür klicken wir solange die betreffenden Weichen und Signale an, bis Sie die gewünschte Grundstellung anzeigen. Im obigen Gleisbild ist dies bereits geschehen. Betätigen Sie nun unter "Design" und "Gleisbild" die Option "Darstellung als Grundstellung" und beantworten die Nachfrage mit "Ja".

Jetzt sollte eine Kontrolle aller bisher getätigten Einstellungen erfolgen.

Betätigen Sie die "Grundstellung mit Übertragung zur Anlage" . Jede Weiche sollte nun 2x schalten. Nach einigen Sekunden ist es erledigt.
Prüfen Sie, ob die Weichenstellung der Symbole im Gleisbild mit der tatsächlichen Stellung der Weichen übereinstimmt und ob dies der gewünschten Grundstellung entspricht.

Stellen Sie per Maus nacheinander jede Weiche einzeln. Bei jedem Klick muss der Antrieb hörbar umschalten.

Um die Belegtmeldung zu prüfen, rollen Sie einen Wagen über alle Gleisabschnitte. Bei einer Dreileiteranlage muss er selbstverständlich "Märklin"-Achsen besitzen und für eine Zweileiteranlage muss ein Stromverbraucher vorhanden sein, um die Stromfühler anzusprechen.

Eigenschaften für die Zugsteuerung

Damit Züge selbsttätig fahren und anhalten können, müssen sowohl die Geschwindigkeiten der Streckenabschnitte als auch die Bremswege eingestellt werden. Dazu öffnen wir wieder den Designer.


Geschwindigkeit und Bremsen


Klicken Sie nacheinander auf alle Signale und stellen die gewünschte Höchstgeschwindigkeit für diesen Streckenabschnitt ein. Für die Hauptstrecke erlauben wir 120 km/h, für die Bahnhofsein- und ausfahrten 80 km/h und für die Nebenstrecke 60 km/h.

  1. Klicken Sie auf ein Signal.
  2. Wählen Sie "Signal" und "Fahrt (km/h)" und stellen dann die gewünschte Geschwindigkeit ein.
  3. Betätigen Sie die rote Speichertaste.
  4. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 3 für alle anderen Signale. Abspeichern vor dem Anwählen des nächsten Symbols nicht vergessen.

Nun stellen wir die Bremswege ein. Zuvor müssen diese mit einem Massband von der Anlage ermittelt werden. Ein Bremsweg ist der in Zentimeter angegebene Weg, der vom Beginn des Auslösens eines Belegtmelders bis zum gewünschten Haltepunkt eines Zuges geht.


Bremsweg auf Anlage ermitteln


Klicken Sie nacheinander auf alle Zuganzeiger des Gleisbildes und geben die Bremswege ein.

  1. Klicken Sie auf einen Zuganzeiger
  2. Wählen Sie "Bremsen" und "Bremsweg" und stellen dann den an diesem Gleisabschnitt ausgemessenen Bremsweg ein.
  3. Betätigen Sie die rote Speichertaste.
  4. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 3 für alle anderen Zuganzeiger. Abspeichern vor dem Anwählen des nächsten Symbols nicht vergessen.

Damit sind die wichtigsten Schritte zum Fahren und Bremsen eines ersten Zuges abgeschlossen. Die nächsten Schritte sind die Erstellung der Eigenschaften eines Zuges und einer Lok.

Lok einrichten und einmessen

Das System verwaltet Lokomotiven und Züge getrennt voneinander. Eine Lok wird durch einen eindeutigen Namen identifiziert. Damit sie gesteuert werden kann, müssen Digitaladresse und andere Einstellungen des Lokdecoders bekannt sein. Abschließend muss die Geschwindigkeitstabelle der Lok "eingemessen" werden, damit die Bremswege ermittelbar sind.

  1. Öffnen Sie die Lokverwaltung unter "Züge" und "Loks verwalten".
  2. Klicken Sie "neue Lok", um einen neuen leeren Eintrag zu erhalten.
  3. Geben Sie im Feld "Lok Name" einen Namen für die Lok ein.
  4. Geben Sie die Digitaladresse der Lok ein.
  5. Benennen Sie eine "Decoder Familie", die am besten zum Lokdecoder dieser Lok passt. Zeigen Sie dazu weiteren Informationen per "rechts-links-Klick" oder Fragezeichen an.
  6. Stellen Sie die Anzahl der Fahrstufen ein.
  7. Aktivieren Sie "Lastregelung". Es sollten besser keine Loks ohne Lastregelung mehr verwendet werden.
  8. Stellen Sie das Fahrverhalten auf "Massensimulation". Dadurch erzeugt die Software treppenförmige Beschleunigungen und Verzögerungen. Dies erspart auch die Erstellung einer Bremstabelle für die Lok.
  9. Betätigen Sie "Speichern", um die jetzigen Änderungen dauerhaft in der Datenbank anzulegen.


Lokparameter Decoder


Wer möchte, kann die unterstützten Lokfunktionen in der Karteikarte "Funktionen" eintragen. Dies ist aber für den weiteren Verlauf der Inbetriebnahme nicht wichtig.

Man kann die Einstellungen von CV oder Potis im Lokdeocder selbst optimieren. Einzig wichtiger Punkt ist, dass bei den zuvor gemachten Einstellungen die Bremsverzögerung des Lokdeocders auf einem möglichst niedrigen Wert stehen sollte. Dies ist wichtig, damit die Lok auch wirklich stehen bleibt, wenn die Software einen Haltbefehl sendet und nicht unnötig weiterrollt.

Jetzt müssen wir die Lok einmessen. Dazu ist der mitgelieferte RF-Sensor an einen freien USB-Anschluss zu stecken.

Alternativ (z. B. Demoversion) kann eine Messstrecke mit Rückmeldekontakten eingerichtet werden. Siehe hier [ Lok einmessen per Rückmelder ]

Mit Hilfe einer der Messverfahren unternimmt die Lok mehrere softwaregesteuerte Fahrten.

  1. Wechseln Sie zur Karteikarte "Geschwindigkeiten" und klicken auf "Messfahrten".


Messfahrten starten


Der RF-Sensor wird selbsttätig erkannt und es kann sofort losgehen:

  1. Verschieben Sie das Fenster so, dass die Geschwindigkeitstabelle sichtbar wird. Sie können dann den Fortgang besser verfolgen.
  2. Fahren Sie die Lok mit dem Fahrregler am unteren Bildrand vor den Anfang des Sensors; also links auf die Seite des USB-Kabel.
  3. Achten Sie darauf, das die Lok mit der Fahrtrichtung in Richtung der Messstrecke steht.
  4. Stellen Sie, falsch gewünscht, die Anzahl der Warmlauffahrten ein.
  5. Klicken Sie auf "Messfahrten starten". Eine falsche Fahrtrichtung können Sie jetzt noch schnell mit "<>" korrigieren.
  6. Die Lok macht jetzt bis zu 27 selbsttätige Fahrten vor und zurück. Bei jeder Fahrt wird sie schneller, bis die maximale Fahrstufe erreicht ist.
  7. Nach Abschluss der Fahrten betätigen Sie damit die Messwerte in der Datenbank gespeichert werden.

Sie können die Lokdatenbank jetzt wieder schließen (Taste "Esc" oder rotes Kreuz). Falls Sie noch weitere Loks einrichten möchten, können Sie das jetzt oder später tun, wenn wir die Zuglenkung in Betrieb nehmen.

Zug einrichten

Jetzt benötigen wir einen Zug, an den wir die Lok ankuppeln können. Er wird ebenfalls durch einen eindeutigen Namen identifiziert. Dieser Name wird später in den Zuganzeigern angezeigt. Öffnen Sie unter "Züge" den Dialog für "Züge verwalten".


Zugparameter


  1. Betätigen Sie "neuer Zug" um einen leeren Datensatz in der Zugdatenbank einzufügen.
  2. Geben Sie im Feld "Zug Name" einen kurzen, prägnanten und eindeutigen Namen ein, z.B. "Güter", "Neben", "RB", "IC" oder "S-Bahn".
  3. Wählen Sie die an den Zug gekoppelte Lokomotive aus.
  4. Geben Sie die gewünschte Höchstgeschwindigkeit des Zuges im Feld "V max" ein. Für unsere Testanlage mögen Werte zwischen 40 und 120 km/h sinnvoll sein.
  5. Betätigen Sie "Speichern", um die gemachten Änderungen dauerhaft zu sichern.

Wir haben jetzt einen Zug vollständig fahrbereit gemacht. Wenn Sie möchten, können Sie noch weitere Züge einrichten oder es später tun, wenn wir mit der Zuglenkung arbeiten.

Erste Fahrt

Prinzipiell kann unsere erste Fahrt beginnen. Wenn Sie die Anlage so oder in ähnlicher Form aufgebaut haben, können sie dies direkt mit der Anlage tun. Andernfalls sollten Sie die Dokumentation der Simulation von Railware lesen. Dann können Sie alles weitere im PC simulieren.

Sie sollten folgende Punkte erledigt haben:

  1. Prüfung der Funktion aller Belegtmelder mit Anzeige an den richtigen Stellen im Gleisbild.
  2. Ausführen einer Grundstellung mit Übertragung zur Anlage. Die Weichen sollten so stehen, das eine Fahrt im Kreis möglich ist.
  3. Lok muss eingemessen sein.

Weiter ist zu empfehlen:

  1. Entfernen Sie alle anderen Fahrzeuge auf der Anlage. Lediglich unser bereits eingemessener Zug sollte dort stehen.
  2. Sie sollten noch keine Wagen anhängen, sondern nur mit der Lok fahren.

Jetzt geht es los:

  1. Klicken Sie auf den Zuganzeiger auf dem sich der Zug befindet und wählen den zugehörigen Namen aus der angezeigten Liste aus.
  2. Klicken Sie erneut auf den Zuganzeiger und dann auf "Abfahren".
  3. Die Zugsteuerung reserviert nun den Abschnitt bis zum nächsten Zuganzeiger und stellt das Signal auf "Fahrt". Anschließend setzt sich der Zug in Bewegung.
  4. Warten Sie solange, bis der Zug den Kreis vollständig befahren hat. Bei jedem Erreichen des neuen Belegtmelders wird der Zugname weiter transportiert und eine neue Reservierung ausgelöst. Am Ende wird die Reservierung wieder selbsttätig aufgelöst.

Erst wenn Sie diesen Status erreicht haben, können Sie mit den folgenden Versuchen fortfahren.

  1. Stellen Sie ein beliebiges Signal vor dem fahrenden Zug auf Halt.
  2. Bei Erreichen dieses Zuganzeigers wird keine weitere Reservierung ausgeführt. Stattdessen wird der Zug langsam abgebremst. Er sollte in etwa am gewünschten Haltepunkt (Bremsweg) zum Stehen kommen.
  3. Stellen Sie das Signal wieder auf Fahrt. Der Zug sollte sich nun
wieder in Bewegung setzen.

Führen Sie möglichst viele derartige Versuche durch. Vermutlich werden Sie Abweichungen feststellen. Dafür kann es verschiedenste Ursachen geben. In der Lokdatenbank kann man für jede Lok in der Karteikarte "Bremswege" eine Bremswegkorrektur vorgeben. Falls dies nicht hilft, müssen Sie folgende Kapitel besonders beachten: "Fahren und Bremsen", "Loks einmessen", "Züge verfolgen", "Unbekannte Züge ?" und "Züge steuern". Im Internet finden sich zahlreiche weitere Hinweise und Tipps und Infos.

Lenken eines Zuges

Jetzt wollen wir dafür sorgen, dass die Züge von der Zugsteuerung selbsttätig in freie Gleise gelenkt werden können. Dies erledigt die Zuglenkung für uns. Sie trifft ihre Entscheidungen auf der Basis von in den Zügen hinterlegten Zuggattungen, sowie Listen mit erlaubten Gattungen in den Zuganzeigern.



Zunächst erhalten alle Züge eine Gattung. Öffnen Sie im Menü unter "Design" den Dialog für "Zuggattungen":


Gattungen erstellen


  1. Betätigen Sie "neue Gattung", um einen leeren Eintrag in der Datenbank zu erzeugen.
  2. Geben Sie einen Namen für die Gattung ein. In diesem Gleisbild sind es ‚S-Bus’, ‚Güter’ und ‚RB’.
  3. Definieren Sie eine Kurzbezeichnung, Farbe und Schriftart für ein dazu passendes Symbol und bestätigen Sie mit ‚Speichern’.

Wiederholen Sie die Schritte bis alle Gattungen erstellt sind.

Schließen Sie das Dialogfenster.

Jetzt bekommt jeder Zug eine Gattung zugewiesen.

Öffnen Sie dazu unter "Züge" den Dialog "Züge verwalten". Wechseln Sie nun zur Karteikarte "Erweitert".


Zuggattungen an Zug ordnen


  1. Wählen Sie aus der linken Zugliste den gewünschten Zug.
  2. Betätigen Sie neben der Liste der Gattungen die Taste, um einen neuen leeren Eintrag zu erstellen.
  3. Wählen Sie eine Gattung aus der Liste aus.
  4. Betätigen Sie "Speichern".

Wiederholen Sie die Schritte für alle anderen Züge.

Danach sollten Sie eine Liste mit Zügen haben, die diese Eigenschaften aufweisen:



Das folgende Bild zeigt die Gleisabschnitte, in denen die erlaubte Zuggattung einzutragen ist. Dabei gilt diese einfache Regel: vor einer Verzweigung muss bekannt sein, welche Gattung(en) dahinter erlaubt sind. Darum sind diese immer und ausschließlich hinter einer Verzeigung einzutragen. Zusätzlich müssen wir festlegen, in welche Richtungen die Züge fahren dürfen.


Zuggattungen im Gleisbild zuordnen


Im Bahnhof wird in den Zuganzeigern der 4 Durchgangsgleise (Gleis 2 bis 5) die erlaubte Richtung eingetragen. Weil links im Bahnhof Weichen für Gleiswechsel fehlen, kann in den oberen beiden Gleisen nur nach links und in den unteren beiden Gleisen nur nach rechts gefahren werden. Auf der rechten Bahnhofseite ist dies anders. Falls Gleis 4 und 5 besetzt wären, würde ein von rechts kommender Zug in Gleis 2 oder 3 einfahren und von dort bei der Ausfahrt nicht mehr auf die richtige Seite der Hauptstrecke kommen. Darum sind in den Gleisen 2 bis 5 die Richtungen so wichtig. Etwas ähnliches könnte auch bei der Einfädelung der Nebenstrecke geschehen. Auch hier sorgen in den Zuganzeigern vor und hinter der Verzweigung angegebene erlaubte Richtungen dafür, das sich keine Züge ins Gegengleis verirren können.

Die anzugebenden Gattungen im Bahnhof bewirken, dass Güterzüge nur die inneren Durchgangsgleise verwenden, während RB nur auf den äußeren Gleisen halten dürfen. So können Güterzüge den Bahnhof durchfahren, während Regionalbahnen (RB) am Bahnsteig warten. Die IC hingegen dürfen alle Gleise befahren.

Die Eintragungen im Gleisbild sind vergleichsweise einfach.

  1. Öffnen Sie den Designer.
  2. Klicken Sie auf einen Zuganzeiger, in dem die Richtung oder Gattungen einzutragen sind.
  3. Klicken sie auf den Bereich "Zuglenkung".
  4. Tragen Sie in der Liste "Erlaubte Gattungen" und /oder im Feld "Fahrtrichtungen" die nötigen Angaben ein.
  5. Speichern Sie die Eingabe mit.
  6. Wiederholen Sie die Schritte 2 bis 5 für die weiteren Zuganzeiger, in denen Eingaben zu machen sind. Abspeichern vor dem Anwählen des nächsten Symbols nicht vergessen.


Zuggattung für Zuganzeiger einstellen


Bevor Sie sich nun ans Ausprobieren machen, sollten Sie noch gleich Angaben zu den Bahnhöfen machen und die Nebenstrecke einrichten.

Unser Bahnhof und seine Eigenschaften

Zunächst müssen wir zwei Bahnhöfe einrichten, den Haupt- und den Nebenbahnhof. In den Bahnhofseinstellungen verbergen sich auch Angaben über die zu ihm gehörenden Gleise sowie die Aufenthaltsdauer von Zügen oder Wendezügen.

  1. Öffnen Sie den Dialog für Bahnhöfe im Menü unter "Design" und "Bahnhöfe".
  2. Betätigen Sie "neuer Bahnhof", um einen leeren Bahnhof in der Datenbank zu erstellen.
  3. Geben Sie einen Namen ein. Verwenden Sie dabei einfache Namen wie z.B. "Hbf" für Hauptbahnhof oder "Nbf" für Nebenbahnhof.
  4. Aktivieren Sie links unten die erweiterten Einstellungen und tragen eine Abfahrverzögerung von 2 bis 5 Sekunden ein. Auf der Anlage werden dann erst die Signale gestellt und die Züge dann einige Sekunden verzögert abgefahren.
  5. Bestätigen Sie die Angaben mit "Speichern".
  6. Wiederholen Sie die Schritte 2 bis 5 für den zweiten Bahnhof.

Nach dem Speichern sind die Bahnhofsnamen in der linken Tabelle einsortiert. Wir ordnen nun zu jedem Bahnhof die zugehörenden Gleisabschnitte (seine Zuganzeiger) zu und tragen gleich die Gleisnummern ein.

  1. Wählen Sie per Mausklick einen Bahnhof aus der linken Tabelle.
  2. Wechseln Sie zur Karteikarte "Zugeordnete Zuganzeiger".
  3. Klicken Sie Im Gleisbild mit der Maus nacheinander auf jeden Zuganzeiger, der zu diesem Bahnhof gehört. Falls das Fenster stört, verschieben Sie es einfach.
  4. Stellen Sie für jedes Gleis eine Gleisnummer ein. Am äußersten Stumpfgleis der Nebenstrecke befindet sich der Hausbahnsteig. Hier beginnen wir mit der Nummer 1.
  5. Bestätigen Sie jede Änderung mit.
  6. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 5 für den zweiten Bahnhof.
  7. Ordnen Sie das Stellwerksymbol dem Bahnhof zu in dem Sie es
anklicken. Darüber kann der Bahnhof später bedient werden.

Sie sollten jetzt zwei Bahnhöfe besitzen:


Zugeordnete Zuganzeiger Hbf


Jetzt tragen wir für RB und IC eine Haltedauer in den Hauptbahnhof ein.

  1. Wechseln Sie zur Karteikarte "Haltedauer".
  2. Betätigen Sie 2x die Taste.
  3. Stellen Sie in den Tabelleneinträgen die Zuggattungen RB und IC ein und tragen die gewünschte Haltedauer ein. Sie sollte nicht kleiner als 10 Sekunden sein.
  4. Betätigen Sie die rote Speichertaste .

Ihre Haltedauern sollten etwa wie auf den folgenden Bildern aussehen.


Haltedauern Hbf


Betätigen Sie zum Abschluss um alle Angaben zu speichern.

Jetzt kann wieder ausgiebig getestet werden. Weil die Nebenstrecke und der Schattenbahnhof noch nicht eingerichtet sind, sperren wir diese Gleise. Halten Sie die Taste "Alt" gedrückt und klicken auf die zu sperrenden Zuganzeiger. Sie werden jetzt grau hinterlegt und sind nicht mehr befahrbar.


Unbenutzte Gleise sperren


Bevor Sie Fahrten mit wirklichen Lokomotiven oder Zügen durchführen, empfehlen wir nochmals die Nutzung der vielfältigen Simulationsmöglichkeiten der Software.

Die eingleisige Strecke

Jetzt soll noch die eingleisige Nebenbahn eingerichtet werden. Wir definieren dafür einen Schienenbus, dem wir die Zuggattung "S-Bus" zuordnen. Wie dies gemacht wird, ist bereits in den vorherigen Absätzen beschrieben worden. Vergessen Sie nicht das Erstellen einer Geschwindigkeitstabelle durch Einmessen der Lok.

Im ersten Schritt wollen wir der Zuglenkung Informationen geben, wo der S-Bus? fahren darf. Dies geschieht, wie bereits bekannt, im Designer im Bereich "Zuglenkung". Im Gleis 1 des Hauptbahnhofs wird "S-Bus" als erlaubte Zuggattung eingetragen und die erlaubte Fahrtrichtung auf "beide" gestellt. Die gleichen Einstellungen sind auch im Zuganzeiger des Nebenbahnhofs auszuführen.


Gattungseinstellung für die Nebenstrecke


Besonders zu beachten ist die Ein- und Ausfädelung in die zweigleisige Hauptstrecke. Damit kein Zug versehentlich ins Gegengleis gerät, ist an jedem Zuganzeiger rund um die Weichen die erlaubten Richtungen einzutragen. Damit unser "S-Bus" auch tatsächlich in die Nebenstrecke einfährt, muss am Zuganzeiger hinter der Ausfädelung (zwischen Weichenfeld und Schattenbahnhof) die Liste der Gattungen von "<Alle>" außer 'SBus'
geändert werden.

Einrichten des Wendezuges

Nachdem die Nebenbahn eingerichtet ist, soll nun der Schienenbus vom Hauptbahnhof über die eingleisige Strecke zum Nebenbahnhof hin- und herpendeln.

Gehen Sie wie folgt vor:
  1. Öffnen Sie den Dialog für Bahnhöfe im Menü unter "Design" und "Bahnhöfe".
  2. Wechseln Sie zur Karteikarte "Wendezüge".
  3. Wählen Sie in der linken Liste den Eintrag "Hbf" aus und betätigen Sie das +-Symbol. Geben Sie in der Liste bei "Gattung" 'S-Bus' ein, bei "Sek." die komplette Haltedauer incl. Wendezeit z.B. '20' Sek und bei "km/h" z.B. '60'.
  4. Wählen Sie in der linken Liste den Eintrag "Nbf" aus und wiederholen die Angaben. Betätigen Sie das +-Symbol. Geben Sie in der Liste bei "Gattung" 'S-Bus' ein, bei "Sek." die komplette Haltedauer incl. Wendezeit z.B. '20' Sek und bei "km/h" z.B. '60'.
  5. Betätigen Sie die "OK"-Schaltfläche und der Bahnhofs-Dialog? wird geschlossen.

Nun müssen Sie nur noch die beiden gesperrten Zuganzeiger entsperren und den Schienenbus im Hbf im zugehörigen Zuganzeiger einstellen. Fahren Sie den Schienenbus mit "Abfahren rechts" ab und nun pendelt er zwischen Hbf und Nbf hin und her.

Einrichten des Schattenbahnhofs

Auf der Außenseite unseres Demo Gleisbildes befinden sich 4 Abstellgleise. Diese wollen wir nun als Schattenbahnhof einrichten. Die oberen drei Gleise verwenden wir als Abstellgleise und das untere als Durchfahrgleis.

Ein Schattenbahnhof ist wie ein normaler Bahnhof zu konfigurieren, bekommt jedoch besondere Eigenschaften.


Schattenbahnhof in Bahnhofsverwaltung


  1. Öffnen Sie den Dialog für Bahnhöfe im Menü unter "Design" und "Bahnhöfe".
  2. Betätigen Sie "neuer Bahnhof", um einen leeren Bahnhof in der Datenbank zu erstellen.
  3. Geben Sie den Namen für den Schattenbahnhof ein, z.B. "Sbf".
  4. Ändern Sie den Typ auf "Schattenbahnhof"
  5. Stellen Sie den Ausfahrten auf "Ältester Zug zuerst".
  6. Bestätigen Sie die Angaben mit "Speichern".
  7. Wechseln Sie zur Karteikarte "Zugeordnete Zuganzeiger".
  8. Klicken Sie im Gleisbild mit der Maus nacheinander auf jeden Zuganzeiger, der zum Schattenbahnhof gehört.
  9. Stellen Sie für jedes Abstellgleis eine Gleisnummer ein.
  10. Das untere Gleis (Gleis 4) soll als Durchfahrtgleis dienen. Dazu stellen wir unter Verwendung "Durchfahrtgleis" ein.
  11. Klicken Sie auf das Stellwerksymbol, um den Schattenbahnhof später von dort bedienen zu können.
  12. Bestätigen Sie die Änderung mit .
  13. Schließen Sie die Bahnhofsverwaltung.


Zum Schattenbahnhof zugeordnete Zuganzeiger


Falls Sie es noch nicht getan haben, sollten Sie noch die Bremswege für die Abstellgleise angeben. Sie wissen doch noch, wie es geht?

Damit sind wir fertig. Unsere kleine Anlage ist betriebsbereit. Sicher gibt es noch ein paar Punkte zu verbessern und zu optimieren. Weitere Informationen zur Konfiguration finden Sie in den einzelnen Kapiteln des Handbuchs [ Inhalt Railware 7 ]

Viel Spass beim Spielen!

Zu dieser Seite haben beigesteuert: Dieter Hinz7033 Punkte  und admin .
Seite zuletzt geändert am Sonntag 12 Juli, 2015 [14:07UTC].


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